Kalendereinsatz am Helvetiaplatz

Hanni Landert erzählt

 

Jedes Jahr freue ich mich auf den Kalender-Einsatz im November. Ich liebe es, die verschiedenen Leute anzusprechen, um ihnen einen Kalender in ihrer Muttersprache zu offerieren. Manche reagieren anfänglich etwas skeptisch. Sobald sie aber wissen, dass der Kalender gratis ist und sie die Überschrift in ihrer Sprache gesehen haben, erhellt sich meistens ihr Gesicht.

 

«Heisse Weggli»

 

Die Abreiss- und Postkarten-Kalender mit ihren schönen Bildern sind in zirka zwanzig Sprachen vorrätig. Manchmal gehen einige wie «heisse Weggli» weg, zum Beispiel bei Gruppen von jüngeren Leuten. Der Büchertisch steht an einer stark frequentierten Kreuzung mit Tramhaltestelle in der Nähe, weshalb es selten flaue Zeiten gibt.

 

Spontaner Einsatz vor Ort

 

Letztes Jahr half ein jüngerer Mann mit asiatischen Gesichtszügen über zwei Stunden bei kühlem Novemberwetter fleissig und fröhlich mit. Er winkte und rief vielen Leuten zu, die vom Tram kamen oder noch auf der andern Strassenseite beim Lichtsignal warteten, vorbeizukommen. Offensichtlich kannten ihn viele. Es stellte sich heraus, dass er in jener Gegend wohnt und darum kein Unbekannter war.

 

Helfen aus Freude am Gutes tun

 

Mich interessierte dann, wie er als Tibeter zum Glauben an Jesus Christus gekommen war. Auf diese Frage erhielt ich die unerwartete Antwort, er sei nicht Christ, aber Gott sei ja in allen Religionen der Gleiche. «Ich helfe gerne, wenn ich etwas Gutes tun kann.» Leider fand dieses Gespräch erst kurz bevor er gehen musste, statt. Durch diesen Mann kamen manche zu einem Kalender, die sonst achtlos beim Büchertisch vorbeigegangen wären.

 

Unterschiedliche Kontakte

 

Natürlich gibt es auch Leute, die gar keine Freude an unserer Verteilaktion haben und sich energisch abwenden oder schimpfen und lästern. Ab und zu interessieren sich auch Deutschsprechende für einen Kalender. Hie und da ergibt sich ein Gespräch über Glaubens- und Lebensfragen.

 

Vor unserer Haustüre

 

Mich motiviert die Möglichkeit, mit dieser Aktion auf die Bibel und Jesus Christus hinzuweisen. Die Chance, an einem Tag so viel «guten Samen» auszustreuen, begeistert mich. Viele der fremdsprachigen Menschen kommen aus Ländern, in denen sie nie die «Gute Nachricht» von Jesus gehört haben oder wo es verboten ist, Christ zu werden. Was für eine Gelegenheit, hier vor unserer Haustüre mithelfen zu können, den Missionsbefehl auszuführen. Ein aufgehängter Kalender wirkt weiter!

 

Hanni Landert

Chrischona-Gemeinde Bethel

 

Quelle: MEOSsvizzera (aus: mein Nächster)

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